Nationalpark Hohe Tauern

Kommen Weitwanderer in Österreich auch mit Nationalparks in Berührung? Klar! Und das ist gut so. Die österreichischen Nationalparks sind aus ökologischer Sicht besonders wertvolle Schutzgebiete, in denen der Naturschutz im Mittelpunkt steht. Dies hat zur Folge, dass WanderInnen durch besonders schöne Landschaften wandern.

Sechs der ökologisch wertvollsten Regionen Österreichs sind international anerkannte Nationalparks, ausgerichtet nach den Kriterien der Welt-Naturschutzunion IUCN für Kategorie II ("Nationalpark"). Definition Nationalpark laut österreichischem Umweltbundesamt: "Ein Nationalpark ist ein natürliches Landgebiet oder marines Gebiet, das ausgewiesen wurde, um die ökologische Unversehrtheit eines oder mehrerer Ökosysteme im Interesse der heutigen und kommenden Generationen zu schützen, um Nutzungen oder Inanspruchnahmen, die den Zielen der Ausweisung abträglich sind, auszuschließen, und um eine Basis für geistig-seelische Erfahrung sowie Forschungs-, Bildungs- und Erholungsangebote für Besucher zu schaffen. Sie alle müssen umwelt- und kulturverträglich sein."

Mit einer Fläche von ca. 185.600 Hektar stellt der 1981 gegründete Nationalpark Hohe Tauern das bei weitem größte Naturschutzgebiet im gesamten Alpenraum und Mitteleuropa dar. Das Nationalpark-Schutzgebiet erfaßt Gletscher, Berggipfel, Almlandschaften. Flora und Fauna des Schutzgebietes zeugen von besonderer Vielfalt an Arten und Lebensgemeinschaften auf allen Höhenstufen des alpinen Gebirgzuges. Ca. ein Drittel der in Österreich nachgewiesenen Pflanzenarten kommt im Nationalpark Hohe Tauern vor.

Forschungsprojekte im Nationalpark befassen sich u. a. mit Gletscherschmelze und Permafrost.

Aktuelle Initiativen 2018.

Nationalpark Hohe Tauern und Osttirol Werbung arbeiten an einer Strategie zur besseren Vermarktung des Naturjuwels. Ob das überhaupt gut und wünschenswert ist, darüber scheiden sich die Geister.

Salzburger Initiative: Hütten-Bibliotheken für lesefreudige Wanderer. Schutzhütten tragen wesentlich zum Naturerlebnis im Nationalpark Hohe Tauern bei. Ab Sommer 2018 können Hütten-Gäste im Nationalpark Hohe Tauern in Büchern und Broschüren über Nationalpark, Tiere, Pflanzen, Gewässer, Geologie, Almen, Geschichte und vieles mehr schmökern. Bei der jährlichen Sitzung des Beirates des Salzburger Nationalparkfonds überreichte Nationalpark-Direktor Wolfgang Urban die ersten beiden "Kleinen Nationalpark Hüttenbibliotheken" an Vertreterinnen und Vertreter von Österreichischem Alpenverein und Naturfreunde.

Schutzhütten im Nationalpark Hohe Tauern: 16 Schutzhütten alpiner Vereine und 14 weitere Alpengasthöfe mit Beherbergung gibt es im Salzburger Anteil des Nationalparks Hohe Tauern.

Für Menschen, die natürliche Landschaften schätzen, ist der Nationalpark Hohe Tauern ein wichtiger Erholungsraum. Wanderinnen und Wanderer finden hier schöne, markierte, lokale Spazier- und Wanderwege durch den Nationalpark vor.

WeitwanderInnen in Österreich haben mehrfach die Gelegenheit, im Nationalpark Hohe Tauern zu wandern. Die östereichischen Weitwanderwege 02 und 10, sowie der Alpe Adria Trail kommen mit dem Nationalpark Hohe Tauern in Berührung.

Weitwanderweg Links:
Österreichischer Weitwanderweg 02
Österreichischer Weitwanderweg 10

Externe Links:
Umweltbundesamt Österreich
Homepage Nationalparks Austria - Nationalpark Hohe Tauern
Homepage Nationalpark Hohe Tauern
IUCN, International Union for Conservation of Nature

Das Foto unten zeigt einen Wanderweg in der Rabischschlucht bei Mallnitz in Kärnten im Nationalpark Hohe Tauern Gebiet.

Copyright Foto: Simon Huber

Wanderweg in der Rabischschlucht bei Mallnitz im Nationalpark Hohe Tauern