Die Mur

Die Mur ist ein prägender Fluss der Steiermark. Sie entsteht in Österreich im Nationalpark Hohe Tauern auf Salzburger Gebiet. Nach Überquerung der Landesgrenze Salzburg/Steiermark bei Predlitz fließt sie kurvenreich durch die Obersteiermark nach Osten bis Bruck an der Mur. Hier macht der Fluss Mur eine 90 Grad Kurve und biegt ab nach Süden. In dieser Flußrichtung liegt dann ca. in der Mitte die steirische Landeshauptstadt Graz und an der südlichen Landesgrenze der Steiermark angekommen, Spielfeld. Ab hier fließt die Mur wieder Richtung Osten, der Österreichisch/Slowenischen Grenze entlang bis Bad Radkersburg im Süden des Thermenland & Vulkanland Steiermark. Weiter fließt die Mur durch Slowenien, nach Kroatien und Ungarn. Am Ende mündet sie (nach ca. 450 km Flusslänge) bei Legrad an der kroatisch-ungarischen Grenze in die Drau. Diese wiederum fließt an der Kroatisch/Serbischen Grenze bei Aljmaš in Kroatien in die Donau.

Die Mur durchfließt die steirische Landeshauptstadt Graz. In Graz ist ein neues Wasserkraftwerk an der Mur geplant, gegen das protestiert wird.

Betreiber Energie Steiermark in eigenen Worten: Die Energie Steiermark will die Mur durch das Murkraftwerk wieder zum Mittelpunkt des Grazer Stadtlebens machen, sie umfangreich nutzen und die Ufer verschönern. Dabei wird modernste Bautechnik zum Einsatz kommen, um unsere Mur massiv aufzuwerten und einen einladenden Lebensraum rundherum zu gestalten - nicht nur für die darin lebenden Tiere, sondern auch für uns Menschen. Das geplante Wasserkraftwerk wird 20.000 Grazer Haushalte in Zukunft mit grünem Öko-Strom versorgen, 1.800 Arbeitsplätze schaffen und die Mur zu einem Erlebnis für Jung und Alt werden lassen. Das Murkraftwerk gilt als eines der Kernprojekte der Energie Steiermark, welches für Graz eigens produzierten Öko-Strom gewährleisten soll. Dank der grünen Energie, die aus Wasserkraft generiert wird, können wir zunehmend auf Atomstrom-Importe aus dem Ausland verzichten und massive CO2-Ausstöße anderer Kraftwerke eindämmen.

Kraftwerksgegener, Privatpersonen und NGOs protestieren gegen das neue Kraftwerk, es gibt eine Plattform RettetdieMur. Argumente der Kraftwerksgegner: Wir wollen diesen Ort schützen und verhindern, dass er durch den Bau einer Staukette für immer zerstört wird. Von Leoben bis Spielfeld bleiben der Mur nur noch wenige Kilometer freier Fließstrecke. Das längste Teilstück ist nur 18 km lang. Geht es nach den Plänen von Energie Steiermark und Verbund, sollen auch diese letzten 18 km zubetoniert und in eine Reihe von leblosen Stauseen verwandelt werden. Auch die Lebensqualität von den GrazerInnen würde dadurch stark abnehmen. Durch die massive Verschlechterung der Flussökologie ginge zusätzlich der Lebensraum von unzähligen Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich verloren.

Ein größerer Nebenfluss der Mur in Österreich ist die Mürz.

Weitwanderer in Österreich kommen mit der Mur mehrfach in Berührung:
Auf dem Österreichischen Weitwanderweg 02 in der Obersteiermark.
Die ersten beiden Etappen des Österreichischen Weitwanderweges 03 geht man entlang der Mur in der Südsteiermark.
Auf dem Österreichischen Weitwanderweg 05 quert man die Mur bei Leoben.
Steirischer Mariazellerweg bei Graz.
Österreichischer Weitwanderweg 08 bei Judenburg.
Österreichischer Weitwanderweg 09 bei Murau.
Wenn man Lust hat, kann man auch am Ziel des Österreichischen Weitwanderweges 07 in Bad Radkersburg ein paar zusätzliche Schritte bis zum Murufer gehen :-)

Das Foto unten zeigt die Mur in der Landeshauptstadt der Steiermark, Graz. Rechts hinten ist der Uhrturm auf dem Schlossberg zu sehen.

Die Mur in Graz