Die Wachau - Eintrittspreis für Touristen?

Weltkulturerbe Wachau in Niederösterreich - klingende Namen wie Weißenkirchen, Emmersdorf, Melk, Aggsbach, Maria Laach, Spitz an der Donau, Dürnstein, Rossatz, Mautern, Krems. Kulinarische Genüsse, freundliche Gastgeber, Packages nach Mass für Wachau Besucher aus der ganzen Welt oder abenteuerlich erkundbar, auf eigene Faust: Zu jeder Jahreszeit hat die bezaubernde Landschaft, eine Kulturlandschaft mit hunderten Jahren Tradition, ihre eigenen Reize.

Jetzt sorgt ein Vorschlag für Furore. Touristenströme mit Eintrittsgeld lenken und steuern? Kostenpflichtiger Eintritt für die Wachau, weil die Wachau nicht Venedig werden darf? Herrliche Weinberge, blühende Marillenbäume, die Donau, der mächtige europäische Strom, das Weltkulturerbe - Anziehungskraft hat die Wachau genug. Eintrittsgeld ist jedoch abzulehnen.

UNESCO Weltkulturerbe ist die Wachau seit dem Jahr 2000. Sie ist eine Weinbauregion als Gesamtkunstwerk von Weltrang. Wachauer Marille, Donauschifffahrt, Kunst, Kultur, Geschichte - die Wachau ist sehenswert und für uns Wanderer wandernswert.

Wir auf Weitwanderweg.at interessieren uns natürlich für Weitwanderwege. Und WeitwanderInnen in Österreich kommen, den Weitwanderwegmachern sei Dank, auch mit der Wachau in Berührung. Der österreichische Weitwanderweg 05 führt auf 2 Etappen über den Jauerling nach Spitz an der Donau. Man quert den Strom via Fähre und wandert auf der rechten Donauuferseite stromaufwärts über Aggstein und Schönbühel nach Melk.
Der Welterbesteig Wachau ist ein Wanderweg in 13 Etappen durch das gesamte Weltkulturerbe-Gebiet beiderseits der Donau.

Zusätzlich bieten eine Menge regionaler Wanderwege (z. B. im Dunkelsteiner Wald oder auf und um das Jauerling Hochplateau) Erholung und Naturerlebnis in sehr schöner bäuerlicher Kultur- und Waldlandschaft.
Die Donau aufwärts grenzt der Nibelungengau an die Wachau. Ebenfalls ein geschichtsträchtiger Boden an den Ufern des großen europäischen Flusses und erwanderbar z.B. auf dem Weitwanderweg Nibelungengau.

Die Anreise in die Wachau ohne eigenes Auto ist gut möglich. Von Wien nach Krems an der Donau fährt man mit der Franz-Josefs-Bahn (Linie 810) ca. 1 Stunde. Etwa 50 Minuten dauert die Fahrt von Wien nach Melk auf der Westbahnstrecke. Von St. Pölten, der Hauptstadt Niederösterreichs, aus ist Krems mit stündlichen Zügen in 35 Minuten erreichbar (Linie 820). Fahrzeit nach Melk ca. 50 Minuten.

Die Wachau hat ein relativ gutes Mobilitätskonzept mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln entwickelt. Innerhalb der Wachau kann man ohne eigenes Auto in der Region mobil sein. Durch die Verknüpfung unterschiedlicher Verkehrsmittel sind alle Orte und Ortsteile, sowie die Sehenswürdigkeiten realtiv gut mit Öffis erreichbar. Haltestellen, Stationen, Umstiegszeiten von Bus, Bahn, Fähre und Schiff sollten aufeinander abgestimmt sein.
Die Busse der Wachau-Linie WL1 verkehren zwischen Melk und Krems am linken Donauufer im Stundentakt, die WL2 am rechten Donauufer im 1 bis 2-Stundentakt. Es gibt noch weitere WL-Busse mit diversen Zielen und Strecken.

Das Foto unten zeigt Weinberge an der Donau zwischen Dürnstein und Weissenkirchen im Februar.

Wachau Weinberge an der Donau