Weitwanderweg Nibelungengau, 4. Etappe, Maria Taferl - Leiben

Weitwanderweg Nibelungengau, 4. Etappe, Maria Taferl - Leiben. In Maria Taferl setze ich meine Wanderung durch den Nibelungengau fort. Selbstverständlich erfolgt meine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Zug, Bus). Die grosse Freiheit und Ungebundenheit bei Nutzung eines eigenen PKW hört unter anderem dort auf, wo ich wieder zu meinem Auto auf den Parkplatz zurück muss. Ich lasse es ja nicht einfach stehen und nutze andere, vielleicht bessere oder schönere Gelegenheiten um die Heimreise anzutreten. Bin ich in dem Fall nicht geradezu angehängt, ja, gebunden, an mein Auto? Die Wander-Freiheit hat auch damit zu tun, dass ich bis zum Ausganspunkt und ab dem Zielpunkt meiner Wanderung ein möglichst effizientes, öffentliches Mobilitätsangebot nutzen kann.

Am Ortsausgang von Maria Taferl weisen die Schilder nach links, der Weg durchquert einen Golfplatz. Auf einem Schild am Golfrasen, neben dem Weg, lese ich: "Betreten der Golfanlage strengstens verboten. LEBENSGEFAHR!" Ist Wandern vielleicht gar nicht so ungefährlich?

Auf einem unasphaltierten Wirtschaftsweg gehe ich jetzt vorbei an Feldern, abgeernteten Äckern, kleinen Waldstücken, durch Nibelungengau Landschaft Richtung Artstetten. Die Ortschaft mit dem bekannten Schloss liegt ca. in der Mitte der heutigen Tagesetappe nach Leiben. Der zentrale Platz der Ortschaft hat einen mittelalterlilchen Pranger vorzuweisen und heisst passenderweise "Prangerplatz". Einige Geschäftslokale stehen leer und sind zu mieten. Weiter gehe ich, Richtung Osten, in unbewohnte Landschaften

Das Wetter wird freundlicher, Sonne, himmelblaue Flecken zwischen Wolken. Es ist ein schöner Herbsttag, der sich hervorragend für eine Wanderung eignet. Ein Feuerwehrauto hält neben mir. Zwei Wanderer werden gesucht! Leider kann ich keine zweckdienlichen Hinweise geben. Etwas später kommt mir eine Gruppe Wanderinnen entgegen. Wir grüßen uns freundlich im Vorbeigehen. Viel los heute mit wandern. Es ist ja auch Samstag, und, wie ich später erfahre, ein lokal organisierter Wandertag.

Ich komme an einem Obstanger vorbei. Äpfel liegen auf dem Boden unter den Bäumen. Ich kann der Versuchung nicht widerstehen und teste ein paar. Jeder schmeckt anders, besser als manche Äpfel in den Supermärkten. Dieser Abschnitt der 4. Nibelungengau Etappe ist recht abwechslungsreich an Wegen. Von einer Anhöhe aus ist bereits das Europaschloss Leiben, in der Marktgemeinde Leiben zu meinen Füßen sichtbar. Das Ziel der heutigen Etappe ist die Panoramatafel beim Schloss. Es war ein schöner Wandertag. Ich mag den Nibelungengau.

Das Foto unten zeigt ein kurzes Stück Waldweg mit unmissverständlicher Wanderweg Markierung (wohl für die lokale Wanderveranstaltung an diesem Tag :).

Wanderweg Markierung Nibelungengau