Weitwanderweg Nibelungengau, 8. Etappe, Krummnussbaum - Ybbs - Persenbeug

Weitwanderweg Nibelungengau, 8. Etappe, Krummnussbaum - Ybbs - Persenbeug. Der "offizielle" Start in die 8. und letzte Etappe dieses Weitwanderweges durch den Nibelungengau erfolgt in Krummnussbaum bei der Panoramatafel vor der Feuerwehr. Ich mache eine Fleißaufgabe und gehe bereits vom Bahnhof Pöchlarn los. Zuerst wieder zum Donauufer, vorbei am Nibelungendenkmal, entlang der Donau, über die Erlaufbrücke nach Krummnussbaum. Auf den Bus hätte ich warten müssen und am Ende meiner Wanderung heute werde ich sowieso etwas früher, als laut Wanderkarte vorgesehen, die Kurve kratzen :-)

In Krummnussbaum komme ich nach einer kleinen Verirrung auf den richtigen Pfad, markiert mit dem wellenförmigen Nibelungenzeichen. Im Wesentlichen folgt der Wanderweg hier auf der rechten Uferseite, mit Respektabstand, stromaufwärts, dem Verlauf der Donau. Die ersten paar Kilometer Richtung Westen, dann, nach einem 90° Knick bis Sarling nach Süden. Die Donau macht hier nämlich genau die Kurve, die mich schon auf der zweiten Etappe dieses Weitwanderweges beeindruckte. Auf der gegenüberliegenden Uferseite bin ich damals von Persenbeug nach Marbach gewandert.

Im ersten Stück meines heutigen Weges, Richtung Westen, ich gehe auf asphaltierten wenig befahrenen Strassen, habe ich Maria Taferl zu meiner Rechten. Die Wallfahrtskirche hat wahrlich einen privilegierten, erhabenen Platz am Donauufer, weithin sichtbar. Dann, Richtung Süden, gehe ich durch dünn besiedeltes Gebiet, vorbei an Bauernhöfen, Richtung Sarling. Felder, Äcker, kleine Waldstücke, allerlei unterschiedliche Wege, sogar ein Hohlweg ist dabei.

Herbststimmung liegt über dem Land. Bunte Blätter fallen an Waldrändern, weite Felder in unterschiedlichen Formen, Farben, Zuständen, dazu eine milde Sonne am blauen Himmel - es ist ein guter Wandertag. In Sarling komme ich direkt an's Donauufer, an den halbkreisförmigen Bogen, vis-a-vis von Hagsdorf. Es herrscht Ruhe hier. Ich raste ein wenig, erkundige mich bei einer Spaziergängerin nach dem besten Weg zum Bahnhof Ybbs.

Es ist nämlich so: Der Bahnhof Ybbs liegt ziemlich weit ausserhalb des Ortszentrums, in etwa auf dem Weg Sarling - Ybbs (etwas links davon :-) . Laut Wanderführer verläuft die Etappe weiter bis Ybbs, über die Kraftwerksmauer, nach Persenbeug, wo bei der Panoramatafel das "offizielle" Ende des Weitwanderweges Nibelungengau ist. Ich bin diese Strecke schon zweimal gegangen, auch der Weitwanderweg 08 führt über die Kraftwerksmauer, somit verzichte ich auf diesen letzten Teil.

Bei Sarling kratze ich die Kurve Richtung Bahnhof Ybbs, besteige einen Zug und bin am frühen Abend wieder in Wien.

Ich bin sehr froh. Dieser schöne Wanderweg in 8 leicht zu gehenden Etappen durch den Nibelungengau hat Spaß gemacht. So habe ich eine schöne Gegend im Donautal in Niederösterreich, die mir bis zum Beginn meiner Wanderung ziemlich unbekannt war, gehend, mit allen Sinnen, erfahren.

Vielen Dank allen Menschen, denen ich auf diesem Weg begegnen durfte.

Walter Schwaighofer, Wien

Das Foto unten zeigt herbstlichen Waldrand mit Blätterfall im Nibelungengau, Donautal, Niederösterreich, auf dieser Wanderetappe.

Herbstlicher Waldrand im Nibelungengau bei Krummnussbaum