Weitwanderweg 01, 3. Etappe, Waxeneckhaus - Mamauwiese

Ein paar Tage nach Beendigung meiner 2. Etappe des Weitwanderweges 01 setze ich die Wanderung in Waidmannsfeld fort.
Ergänzung zum Nachtrag wegen der Etappenvariation in der vorigen, 2. Etappe: Die Strecke vom Waxeneck über die Hohe Mandling runter zum Bahnhof Miesenbach-Waidmannsfeld habe ich im Frühjahr 2017 nachgeholt. Großteils schöne Forst- und Waldwege mit einigem Auf und Ab. Viele Nadeln auf den Waldwegen im Nadelwald! Bei teilweise steileren Strecken abwärts hohe Rutschgefahr. Wanderstöcke kann man hier brauchen.

Vom Bahnhof Miesenbach-Waidmannsfeld (möglich ist Zug- und Bus-Anreise aus Wiener Neustadt) aus strebe ich dem Höhenzug Dürre Wand zu. Dieser Bergkamm zählt zu den Gutensteiner Alpen. Er zieht sich von der Ortschaft Miesenbach bis zum Schneeberg. Die Wanderung auf dem Grat dieses Höhenzuges soll mich laut Wanderführer des OEAV über Gauermannhütte und Öhler Schutzhaus zum Gasthaus Mamauwiese bringen. Zuerst habe ich leichte Probleme querfeldein und durch Wald auf den richtigen Weg zu kommen. Schlüsselblumen säumen meinen Weg, der mehr und mehr ansteigt. Auf einer schmalen asphaltierten Straße gehe ich aufwärts Richtung Ungerberg. Vor einer kleinen Ansammlung von Häusern mache ich auf einer Bank in der milden Frühlingssonne eine kurze Pause. Der Anstieg hat mich schon zum Schwitzen gebracht, ich wechsle mein Hemd. Zügig marschiert ein Wanderer vorbei, der mit mir aus dem Bus in Waidmannsfeld ausgestiegen, unten jedoch einen anderen Weg gegangen ist. Dann geht's bald mal in den Wald, auf den Kamm der Dürren Wand. Hier liegt stellenweise noch Schnee. Ein Bankerl bei der "Gschaiderrast" lädt mich zum Verweilen ein.

Nach 3-stündiger Wanderung bin ich bei der geschlossenen Gauermannhütte (Wintersperre). Eine türhohe Schneewächte türmt sich vor der Eingangsseite des Hauses. Diese Schutzhütte ist beim Plattenstein (1.154 m), einem guten Aussichtspunkt auf der Dürren Wand. Man sieht ins Piestingtal und bekommt auch den dominierenden Schneeberg zu Gesicht. Bei der Rast auf den Bänken vor der Hütte komme ich mit dem Wanderer von vorhin ins Gespräch. Gemeinsam machen wir uns auf den Weg Richtung Öhler Schutzhaus. Der Marsch ist anstrengend. Wir wandern durchgehend auf Schnee, brechen ab und zu knietief bei Schneewächten ein, Weg ist keiner zu sehen. Mein Bergkamerad ist sehr erfahren und kennt sich hier gut aus. "Immer den Kamm entlang", meint er. Wir kämpfen uns durch bis zum Öhler Schutzhaus. Statt der im Wanderführer veranschlagten 1,5 Stunden, brauchen wir 2 Stunden. Geschafft, das Haus ist zwar auch geschlossen, aber von hier führt eine breiter, schneefreier Weg abwärts nach Puchberg am Schneeberg. Die Wanderung zur Mamauwiese spare ich mir, vom Schneewandern habe ich für heute genug. Nach ausgiebiger Rast beim Öhler Schutzhaus, mit durchnäßten Füßen trotz Goretex Schuhen (aber das ist eine andere Geschichte), gehen wir gemütlich abwärts bis zum Bahnhof Puchberg, mit teilweise prachtvoller Aussicht zum Schneeberg. Von hier fährt ein Zug nach Wiener Neustadt und weiter nach Wien.

Weitwanderweg 01, 3. Etappe, Waxeneck - Mamauwiese
Angaben lt. Wanderführer OEAV

Strecke: Waxeneckhaus - Hohe Mandling - Waidmannsfeld - Gauermann Hütte - Öhler Schutzhaus - Mamauwiese
Weglänge: ca. 26 km
Gehzeit: ca. 9,75 Std.
Einteilung: Mittlere Tour

Das Foto unten zeigt die Gauermannhütte Anfang April 2013.

Gauermannhütte Anfang April 2013