Weitwanderweg 02, 3. Etappe, Breitenbrunn - Großhöflein

Österreichischer Weitwanderweg 02, 3. Etappe, Breitenbrunn - Großhöflein. Die 3. Etappe meines Weitwanderweges 02 beginnt in Breitenbrunn. Meine Anreise erfolgt von Wien mit dem Zug. Vom Bahnhof Breitenbrunn aus gehe ich in die Ortschaft, die sehr schön zwischen Neusiedlersee und Leithagebirge, inmitten einer reich strukturierten Kulturlandschaft liegt. Ich genehmige mir in einem netten Lokal Kaffee und Kuchen, dann gehts los.

Ich folge den Wegmarkierungen des 02ers, raus aus der Ortschaft, vorbei an Feldern, Weingärten, Obstangern, auf den Tenauriegel. Die Breitenfurter ehren langjährige Urlaubsgäste. Finde ich nett: entlang eines Weges, an Bäumen einer Obstallee, sind Ruhmestafeln für verdiente Urlaubsgäste angebracht. Z. B. Name xy, "Zur Anerkennung 25 Jahre Urlaub in Breitenbrunn". Tolle Sache.

Ich marschiere weiter, links und rechts üppiges Grün, blühende Felder, Obst- und Weinplantagen, auch ein Tiergehege liegt auf meinem Weg. Eine Ziegenherde mit beeindruckendem Bock genießt den Aufenthalt im Freien.

Es ist Ende April, an den Weinstöcken sprießen erste Triebe und Blätter. Ich befinde mich im Naturschutzgebiet "Thenau" Breitenbrunn.

Infotafeln am Wegesrand informieren über die Landschaft. "Das Leithagebirge - heute ein langer, sanfter Höhenrücken - ragte vor rund 16 Millionen Jahren als schmale Insel aus dem Meer". Finde ich gut: Information am Wegesrand zu einer beeindruckenden Landschaft und Vergangenheit.

Viele verschiedene blühende Wiesenblumen und fleißige Insekten und Schmetterlinge erfreuen mich dankbaren Wanderer. Was für ein prachtvolles Geschenk.

Auf dem bewaldeten Höhenrücken des Leithagebirges entlang führt der Weg nun bis zur Franz-Josef-Warte, die 1889 vom österreichischen Touristenclub errichtet wurde. Ein Aussichtsturm, der mit beachtlichem Ausblick über Leithagebirge, Wiener Becken, umliegende Landschaft und Neusiedlersee aufwartet. Der Standort hier heißt Kaisereiche auf dem Steinerwegberg (441 m, höchste Erhebung des östlichen Leithagebirges). "Kaisereiche" deshalb, weil Kaiser Ferdinand I. 1839 diesen Platz besuchte, auf dem eine mächtige Eiche mit Aussichtsplattform stand, die der Kaiser bestieg.

Hier treffe ich auf einen verärgerten Wanderer, der sich beschwert, dass ein Wanderweg hier rauf über ein paar Hundert Meter völlig versperrt war mit geschlagenem Holz. Wir plaudern ein wenig über wandern, Weitwanderer, Wald, Waldbesitzer, Holzarbeiten und Jagd, dann trennen sich unsere Wege wieder.

Von der Kaisereiche aus führt der markierte Weg des 02ers nun weiter zur Straße Hof - Donnerskirchen, dann ein längeres Stück der Grenze Niederösterreich - Burgenland entlang bis zur Straße Stotzing - Eisenstadt und auf den Buchkogel (Aussichtswarte). Auf der Anhöhe des Leithagebirges entlang führt der Weg weiter nach Westen bis zur Wegkreuzung beim Juden. Hier orientiert sich der 02er nun scharf nach Süden und führt hinunter nach Großhöflein, dem Ziel dieser Etappe.

Das Foto unten zeigt die Franz-Josefs-Warte auf dem Leithagebirge.

Franz-Josefs-Warte auf dem Leithagebirge im Burgenland