Weitwanderweg 05, 11. Etappe, Mariazell - Graf Meran Haus

Österreichischer Weitwanderweg 05, 11. Etappe, Mariazell - Graf Meran Haus. Diese Etappe beginne ich mit einer längeren Busfahrt. Anreise nach Mariazell von Wien aus mit Postbus 552, Abfahrt 7 Uhr Busbahnhof beim Hauptbahnhof, Ankunft 10 Uhr beim Busbahnhof in Mariazell. Eine tolle, tägliche Busverbindung von Wien über Triestingtal, Gölsental, Traisental nach Mariazell.

Im Cafehaus am Hauptplatz des Wallfahrtsortes geht sich ein guter Kaffee aus.

Dann muss ich allerdings improvisieren. Die ganze Etappe ist zu Fuß, bei Abmarsch um 11 Uhr, nicht zu machen. Laut Wanderführer OEAV beträgt die Länge dieser mittelschweren Tagesetappe von Mariazell über Mooshuben, Niederalpl und Hohe Veitsch zum Graf Meran-Haus 27 km. Die Gehzeit ist 8,5 Stunden.

Ich nutze deshalb eine PKW-Mitfahrgelegenheit von Mariazell bis Niederalpl. So geht sich sogar ein Mittagessen im Gasthaus "Little Nashville" auf der Paßhöhe Niederalpl samt Gespräch mit dem Wirt locker aus.

Eine Pilgergruppe trifft ein. Sie sind auf dem Steirischen Mariazeller Pilgerweg unterwegs. Am Abend soll es Unterhaltung mit Musik für Pilger geben.

Jetzt wird es allerdings für mich Zeit, loszugehen. Der Aufstieg auf die Hohe Veitsch (1.998 m) sollte von hier aus in knapp 3 Stunden zu machen sein. Es ist gutes Wanderwetter, keine Hitze, ich orientiere mich nach oben.

Der Weg ist teilweise etwas steiler, jedoch nicht gefährlich, führt über Sohlenalm und Gingatzwiese hinauf auf den Gipfel der Hohen Veitsch. Die Gipfelrast kann man ruhigen Gewissens tatsächlich als solche bezeichnen. Die Hohe Veitsch ist ein ansehnlicher Alpengipfel und gestattet einen schönen Rundblick über die umliegende Bergwelt. Unter anderem ist mein nächstes Etappenziel, der Hochschwab, von hier aus gut zu sehen. Es zeigen sich noch kleine Schneefelder, obwohl es bereits Mitte Juni ist.

Eine wandernde Pilgerschar kommt mir entgegen. Das Graf Meran-Haus ist etwas unterhalb des Gipfels. Am späten Nachmittag checke ich im ÖTK Schutzhaus ein. Ich stärke mich und mache danach noch einen kleinen Spaziergang.

Am Abend trifft eine Pilgergruppe (ca. 20 Mann!) beim Schutzhaus ein. Sie nächtigen im Massenlager, direkt oberhalb meines Zimmers. Das Graf Meran-Haus ist ein alter Holzbau, jeder Schritt im Haus ist gut zu hören. Bis nach Mitternacht ist Pilgeraction.

Das Foto unten zeigt den Gipfel der Hohen Veitsch beim Aufstieg.

Der Alpengipfel Hohe Veitsch