Weitwanderweg 05, 13. Etappe, Voisthalerhütte - Sonnschienhütte

Österreichischer Weitwanderweg 05, 13. Etappe, Voisthalerhütte - Sonnschienhütte. Diese Etappe des NSWW ändere ich ein wenig. Ich reise früh mit Bahn (Railjet bis Kapfenberg) und Bus (Linie 172 ab Kapfenberg bis Station "Seewiesen am Hochschwab Dullwitz" (ist beim Seeberghof) aus Wien an.

Mit dieser Vorgangsweise habe ich eine kleine Wanderlücke von der Seebergalm (Ende meiner vorigen Wanderetappe) über Seebergsattel und Seewiesen. Unweit der Busstation "Seewiesen am Hochschwab Dullwitz" beginnt ein Fahrweg, der sich ein paar Kilometer durch das Seetal, bis zum Aufstieg auf den Hochschwab, erstreckt. Auf diesem Weg verlaufen bereits die markierten Österreichischen Weitwanderwege 01, 05, (hier markiert mit 801, 805) sowie die Europäischen Fernwanderwege E4 und E6.

Geplant ist von mir ein Aufstieg auf den Hochschwab mit Rast bei der Voisthalerhütte und Nächtigung im Schiestlhaus unterhalb des Hochschwab Gipfels.Die Überschreitung des Hochschwab mit Wanderung bis zur Sonnschienhütte folgt dann am nächsten Tag.

Am Ende des Fahrweges ( Seehöhe ca. 1.042 m) durch das Seetal ist ein Parkplatz und die Talstation der Materialseilbahn zur Voisthalerhütte. Jetzt geht es kontinuierlich bergan. Ich komme vorbei bei der Florlhütte, die auf ca. 1.284 m liegt. Die Felsen des Hochschwab kommen näher. Auf einer mit Latschen bewachsenen Felskuppe mit Aussicht, unterhalb einer mächtigen Felswand, steht die Voisthalerhütte (1.654 m Seehöhe). Ich kehre ein, mache eine Pause und stärke mich.

Der Weiterweg verläuft schon über der Baumgrenze, auf Gelände mit Latschen- und spärlichem Grasbewuchs oder Schotter und Felsen. Eine beeindruckende Landschaft tut sich auf. Felswände geben den schönen Rahmen. Auch Steinböcke zeigen sich. Nicht nur vereinzelt, sondern herdenweise.

Höher, immer höher, schon habe ich Aussicht über die umliegende Gipfellandschaft der Alpen. Das Schiestlhaus liegt schön exponiert auf einem sanft begrünten Felssockel (2.153 m Seehöhe) unterhalb des Hochschwab Gipfels. Ich checke ein für die Nacht, was gar nicht so einfach ist. Die Hütte ist voll, der Wirt hat zu tun mit der Unterbringung seiner Gäste (ein paar werden im Gastraum auf Matratzen schlafen). Nach einem netten Hüttenabend geht's ab in die Heia. Ich verbringe eine gute Nacht im Vierbettzimmer.

Beim Frühstück am nächsten Morgen staut es sich ein wenig. Alle wollen schon in der Früh auf ihren Weiterweg :-)

Der Hochschwab Gipfel ist ein kleiner Meilenstein auf dem Weitwanderweg 05 (NSWW). Vom Schiestlhaus aus in einer halben Stunde erreichbar, liegt er auf 2.277 m und ist damit der höchste Punkt auf diesem Weitwanderweg. Ich genieße einen kurzen Aufenthalt auf dem Gipfel und mache mich dann auf den Weiterweg Richtung Sonnschienhütte (Gehzeit ab Gipfel ca. 4 Stunden).

Es ist eine schöne Wanderung im alpinen Gelände. Vorbei an der Fleischer Biwakschachtel (Notunterkunft für in Not geratene Bergsteiger), über Rauchtalsattel, Hundsböden und Hirschgrube komme ich zuerst zur Häuselalm. Hier, beim Gastbetrieb mit schönen Tischen im Freien und Ausblick auf den Buchbergkogel, ist eine Rast mit Essen und Trinken angebracht. Ich unterhalte mich mit Wanderern, die nach oben unterwegs sind. Es ist herrliches Wanderwetter, da zieht es Viele auf den Hochschwab.

Mein Weiterweg verläuft auf dem markierten NSWW über die Sackwiesenalm zur Sonnschienhütte, dem Ziel dieser Etappe.

Brauchbare Karte für diese Etappe: Wanderkarte WK 041, Hochschwab, Veitschalpe, Eisenerz

Das Foto unten zeigt das Schiestlhaus im Rückblick, beim Anstieg auf den Gipfel des Hochschwab.

Das Schiestlhaus auf dem Hochschwab, Steiermark