Weitwanderweg 02, 8. Etappe, Hallerhaus - Alois-Günther-Haus

Österreichischer Weitwanderweg 02, 8. Etappe, Hallerhaus - Alois-Günther-Haus. Ich starte diese Etappe bereits in Mönichkirchen, gehe zur Liftstation und fahre mit dem Sessellift aufwärts zur Bergstation. Zu Fuß bin ich diese Strecke schon bei der Wanderung auf dem Österreichischen Weitwanderweg 07, Etappe 27, Mönichkirchen - Hochwechsel im Jahr 2011 gegangen, weshalb ich diesesmal den Lift bevorzuge. Von der Bergstation aus muss ich noch einen Aufstieg über eine Wiese samt Schleppliftrasse zum Hallerhaus machen. Hier angekommen, beim Startpunkt dieser Etappe, gibt's schon mal die erste Pause. Kaffee und Topfenstrudel zur Stärkung vor dem Aufstieg auf den Hochwechsel. Diese Etappe beginnt gut. Ich drücke den Hüttenstempel in meinen OEAV Wanderführer und los geht's.

Der Aufstieg auf den Hochwechsel, zuerst großteils durch Wald, später über offene Almflächen über der Baumgrenze, weckt Erinnerungen an meinen ersten Aufstieg im Zuge meiner Wanderung auf dem Österreichischen WWW07. Es ist sehr schön zu gehen hier, die Landschaft ist großartig, immer wieder hat man auch tolle Aussicht rundum, weshalb auch meine zweite Wanderung auf dieser Strecke ein grosses Erlebnis und ein Vergnügen ist.

Auf dem Hochwechsel, höchster Gipfel des Wechselgebirges, im gut besuchten Wetterkoglerhaus, gibt es leckeres Essen (Krautfleisch). Ich habe ein interessantes Gespräch mit einem Wanderer an meinem Tisch. Die Kellnerin drückt einen "Stempel mit Aura" in meinen Wanderführer. Mein Aufenthalt auf dem Wetterkoglerhaus? Ein schönes Erlebnis.

Der Abstieg vom Hochwechsel erfolgt diesmal nicht nach Süd, wie bei der Wanderung auf dem WWW07, sondern Richtung Nord-West, vorbei an Umschußriegel und Schöberriegel, über Almlandschaft und tlw. Wald, zur Kranichberger Schwaig (Gehzeit ca. 1 Stde). Schwaigen im Wechselgebiet sind Almhütten, willkommene Einkehrmöglichkeiten für durstige und hungrige WanderInnen. Eine Einkehr hier, nach einem doch schon längeren Wandertag, bietet sich für mich an. Ich sitze an einem Tisch im Freien, Schneeberg, Sonnwendstein und Rax vor der Nase. Einige Wanderinnen und Wanderer geniessen mit mir die angenehme Atmosphäre.

Ich muß nach Wien zurück und rede mit den Wirtsleuten über Fahrtmöglichkeit ab Feistritzsattel (Eine knappe Stunde Gehzeit ab Hütte). Bus fährt hier keiner. Das Sammeltaxi, wie im Prospekt der Wiener Alpen beworben, dürfte auch nicht so wie beschrieben funktionieren. Der Chef ruft ein Taxiunternehmen in Aspang an, Niemand zuhause. Ich rufe die Wiener Alpenbogen Hotline, bekomme 3 Nummern von Taxiunternehmen. Taxi in Gloggnitz funkt, Abmachung 16 Uhr Feistritzsattel. Ich bin 10 Min vorher am Sattel, das Taxi ist schon da. Super, funktioniert großartig. 21 km Fahrt vom Sattel bis zum Bahnhof Gloggnitz. Fahrpreis 44,- Euro.

Der Tag ist noch nicht zu Ende, es gibt action als Zugabe. Ich lasse meine Kamera im Taxi liegen. Die Taxilenkerin ist voll in Ordnung. Sie ruft mich am Handy an, ich bin schon mit dem Zug unterwegs und steige in Ternitz wieder aus. Retour nach Gloggnitz zum neuerlichen Treffen mit der tollen Frau im Gloggnitzer Taxi. Ich habe Glück, ein paar Minuten später fährt schon wieder ein Zug Richtung Wiener Neustadt.

Auf dem Feistritzsattel trennen sich der Alpenbogen Weitwanderweg (8. Etappe endet hier) und der Weitwanderweg 02. Etappenziel der 8. Etappe des 02ers ist das Alois Günther Haus auf dem Stuhleck. (ca. 3 Stden. Gehzeit über Pfaffensattel ab Feistritzsattel).

Das Foto unten zeigt Kühe auf einer Alm auf dem Wechselgebirge beim Aufstieg vom Hallerhaus. Im Hintergrund ist der Hochwechsel Gipfel mit Wetterkoglerhaus und Kapelle zu sehen.

Alm auf dem Wechselgebirg, Hochwechsel Gipfe, Wetterkoglerhaus