Weitwanderweg 05, 19. Etappe, Gaberl - Pack

Österreichischer Weitwanderweg 05, 19. Etappe, Gaberl - Pack. Diese Etappe ist laut Wanderführer des OEAV wieder eine etwas längere. Sie führt vom Gaberl (ca. 1.551 m) über die Hirschegger Alm (ca. 1.870 m) hinunter zur Pack (ca. 1.115 m). Streckenlänge gesamt 29 km, Gehzeit knapp 9 Stunden.

Bei mir steht wieder eine Etappenvariation an. Geplant ist ein Abstieg vom Gaberl nach Köflach, da ich die Heimreise nach Wien antreten muss. Von Pack wäre dies mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht möglich. Laut meiner Karte gibt es 2 markierte Wanderrouten hinunter nach Köflach. Ich entscheide mich für die Route, die über die Alm der Lippizaner führt. Nach einer angenehmen Nacht und dem Frühstück im Gasthaus samt nettem Gespräch mit einem Wandererpaar mache ich mich auf den Weg.

Zuerst verlasse ich das Gaberlhaus und die Gaberlstrasse auf dem markierten 05er Weitwanderweg und gehe eine Strasse Richtung Altes Almhaus (Gehzeit 1 knappe Stunde). Unterwegs komme ich an einem kleinen Windpark mit ein paar Windrädern vorbei. Beim Almhaus verlasse ich jetzt den markierten 05er Weg. Ich gehe auf schönen Wegen in die "Lippizanerheimat". Ein kleiner Gipfel am Weg, der Brandkogel, immerhin mit Gipfelkreuz und 1.648 m hoch, wird von mir nicht ausgelassen. Ich mache eine kleine Rast und erfreue mich am Ausblick über die grünen Almwiesen der Lippizaner.

Weiter gehe ich abwärts, auf Almwiesen, an Pferdeweiden und einer Lippizanerherde vorbei. Hier auf der Stubalm ist die Sommeralm der Lippizaner. Von Juni bis September dürfen sich hier auf Almboden, in ca. 1.500 Meter Seehöhe, rund 50 Junghengste der wertvollen Pferde austoben. Diese Sommerfrische soll für die Ausbildung der Sprungtechnik besonders wichtig sein. Beim Soldatenhaus, den Stallungen der Lippizaner, kann man sich informieren. Es gibt sogar Führungen.

Ich gehe weiter. Der Wanderweg ist in meiner Wanderkarte markiert, heißt Erzherzog Johann Weg und führt zuerst nach Maria Lankowitz. In der Natur, im real life sozusagen, ist der von der Karte vorgeschlagene Weg allerdings nicht schön zu gehen (Herbst 2016). Im Wald Trampelpfade als Sackgasse, schlechte oder keine Markierungen bei Pfadkreuzungen, dann lange Strecken keine Markierungen. Einmal, bei ein paar Häusern, ist der Weg sogar verbarrikadiert. Vielleicht will man gar nicht, dass hier Wanderer gehen? Kurzum: nicht sehr zu empfehlen.

Ich gehe dann auf der Strasse runter nach Maria Lankowitz. Hier steht eine Wallfahrtskirche aus dem 15. Jhdt. Maria Lankowitz ist nach Tourismus-Info der zweitgrößte Wallfahrtsort der Steiermark. In der Marktgemeinde finden gerade Vorbereitungen für den Almabtrieb der Lipizzaner statt.

Nach Köflach ist es dann nicht mehr weit. Mit der Schnellbahn fahre ich nach Graz und dann auf der Südbahn mit Railjet weiter nach Wien.

Gehzeit gesamt knapp 5 Std.

Das Foto unten zeigt Lippizaner auf ihrer herrlichen Weide in der Lippizanerheimat.

Lippizaner auf der Sommerweide in der Lippizanerheimat, Steiermark.