Weitwanderweg 07, 28. Etappe, Hochwechsel - Vorau

Österreichischer Weitwanderweg 07, 28. Etappe, Hochwechsel - Vorau. Hüttenzauber und Bergabenteuer auf 1.700 m Seehöhe. Im Wetterkoglerhaus ist der "Höhepunkt" der outdoor action Österreichischer Weitwanderweg 07. Mit Etappe 27 ist der dritte Streckenabschnitt abgeschlossen.

Die Via Pannonia führte von Hainburg an der Donau über den östlichsten Berg Österreichs, die Königswarte, in die Pannonische Ebene, den Seewinkel, über den Neusiedler See ins Ruster Hügelland, weiter über die Landseer Berge und die Bucklige Welt bis auf den höchsten Punkt dieses Weitwanderweges, den Hochwechsel auf dem Wechselgebirge.

Der nun beginnende vierte und letzte Abschnitt verläuft in 7 Etappen vom Hochwechsel durch die Oststeiermark bis zum Zielort Bad Radkersburg in der Südsteiermark. Dieser Wanderweg wird als Oststeirischer Grenzlandweg bezeichnet.

Ich habe hervorragend geschlafen in meinem Quartier Wetterkoglerhaus auf dem Hochwechsel. Nach dem Frühstück wird die sehenswerte Holzkapelle auf dem Gipfel, die Windstärken bis zu 200 km/h standhalten muß, besichtigt. In der Kapelle sind schöne Gemälde zu sehen. Vom Hochwechsel-Gipfel hat man einen großartigen Ausblick auf die Alpen im Westen. Schneeberg, Rax, Stuhleck, Hochschwab, und, bei klarer Sicht, südwestlich sogar die Umrisse der Tauern und Karawanken.

Im Norden ist die Bucklige Welt, dahinter das Wiener Becken und der Wienerwald. Nordöstlich schweift der Blick über den Neusiedler See und die pannonische Tiefebene. Gegen Süden breitet sich die Oststeiermark und dahinter die Südsteiermark aus. Eine Augenweide, der Rundblick vom Hochwechsel.

Der Abstieg führt zuerst über Almwiesen in südliche Richtung bis zum Hochwald. Im Wald bietet sich ein faszinierendes Schauspiel. Ein riesiger Ameisenhaufen, hüfthoch, Durchmesser 1,5 m, direkt am Wegesrand. Viele tausend Ameisen gehen geschäftig ihrer Arbeit nach, schleppen Fichtennadeln, Erde, Gräser, bauen emsig weiter an diesem grandiosen Bauwerk.

Zuerst auf schönen Waldwegen, später auf tlw. asphaltierten Wegen führt der Weg kontinuierlich abwärts, vorbei an Streusiedlungen, einzelnen Gehöften und Gasthäusern. Das letzte Stück vor Mönichwald verläuft auf dem Dreimühlenweg wieder durch dichten Mischwald.

In der Ortschaft angelangt, gibt's erstmal Mittagessen. Ein einheimischer Gast und der Wirt erzählen interessante Geschichten vom Hochwechsel, Mönichwald und der Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Beim Abstieg vom Hochwechsel (1743 m) nach Mönichwald (570 m) haben wir fast 1.200 Höhenmeter zurückgelegt. Eine wahrlich herausfordernde Etappe des Ostösterreichischen Grenzlandweges, da das beständige Bergabgehen für Flachland-Wander-Anfänger doch ordentlich in die Wadeln geht.

Nach Mönichwald geht's wieder bergauf durch Wald, nach Weißenbach. Die Markierung des Weitwanderweges führt dann auf Straßen und Feldwegen nach Vorau. Auf einer Anhöhe ist das Stift Vorau zu sehen.

Weitwanderweg 07, 28. Etappe, Wetterkoglerhaus - Vorau
Angaben lt. Wanderführer OEAV (Eigenverlag Alpenverein)

Strecke: Wetterkoglerhaus - Mönichwald - Vorau
Weglänge: ca. 18 km
Gehzeit: ca. 4,5 Std.
Einteilung: Mittlere Tour

Das Foto unten zeigt ein Waldmotiv bei Mönichwald.

Dreimühlenweg bei Mönichwald, Steiermark